Quarz für Natriumsilikat
Die Herstellung von Natriumsilikat (Wasserglas) beruht auf dem Erschmelzen von Quarzsand mit Soda bei hohen Temperaturen oder auf dem Auflösen in Natronlauge im Autoklaven. Die chemische Reinheit und die Korngrößenverteilung des in diesem Prozess eingesetzten Quarzes bestimmen unmittelbar die Reaktionsausbeute und die Klarheit des Endprodukts. Seyman Maden liefert Natriumsilikat-Herstellern den Rohstoff aus dem eigenen Bergwerk gewaschen und getrocknet als granulierten Quarz in kontrollierten Fraktionen.

Natriumsilikat ist eine Verbindungsfamilie aus Natriumoxid und Siliciumdioxid in unterschiedlichen Verhältnissen, die in der Industrie auch unter dem Namen Wasserglas bekannt ist. Im Trockenverfahren werden Quarzsand und Soda gemeinsam im Schmelzofen erschmolzen; die entstehende glasartige Masse wird nach dem Abkühlen und Brechen unter Druck in Wasser gelöst und so in flüssiges Natriumsilikat überführt. Im Nassverfahren wird Quarz im Autoklaven direkt mit Natronlauge zur Reaktion gebracht. Bei beiden Wegen ist die Qualität der Silicaquelle der Hauptfaktor für die Farbe, die Klarheit und die Menge des unlöslichen Rückstands im Produkt.
Von dem in der Natriumsilikatherstellung eingesetzten Quarz werden vor allem ein hoher SiO₂-Gehalt und geringe Verunreinigungen erwartet. Eisenoxid führt zu Verfärbungen des Produkts, während Aluminium- und Erdalkaliverbindungen die Löslichkeit verringern und zur Ansammlung unlöslicher Rückstände im Reaktor führen können. Die Produkte von Seyman Maden durchlaufen Wasch-, Trocknungs- und Sieblinien und werden auf Werte von über 98 % SiO₂ und unter 0,1 % Fe₂O₃ aufbereitet. Ein niedrig gehaltener Ton- und Staubanteil verringert zudem Materialverluste durch Staubbildung bei der Ofenbeschickung.
Die Korngröße ist der zweite kritische Parameter, der die Dauer des Schmelzens oder Auflösens beeinflusst. Zu feines Material verursacht bei der Ofenbeschickung Austrags- und Staubverluste, während zu grobe Körner nicht vollständig reagieren und als ungelöster Quarz im Prozess zurückbleiben. Deshalb arbeiten Natriumsilikatanlagen bevorzugt mit eng klassierten und homogenen Fraktionen von granuliertem Quarz. Neben kontrollierten Fraktionen wie 0,3-0,7 mm und 0,7-1,2 mm liefert Seyman Maden je nach Ofentyp und Verfahren der Anlage auch andere Bereiche, jeweils zusammen mit der Siebanalyse.
Wichtigste Anwendungsbereiche
- Herstellung von flüssigem Natriumsilikat (Wasserglas)
- Herstellung von festem Natriumsilikat und Glasbruch (Cullet)
- Rohstoff für Wasch- und Reinigungsmittelchemikalien
- Herstellung von Kieselgel und Fällungskieselsäure
- Wasserglas-Binder in der Gießereiindustrie (CO₂-Verfahren)
- Papier-, Textil- und Klebstoffindustrie
- Herstellung von Zeolithen und Katalysatoren