Quarz für die Elektronikindustrie
Quarz zählt zu den grundlegenden Mineralen der Elektronikindustrie und steht sowohl am Anfang der Rohstoffkette als auch in den fertigen Bauteilen selbst. Sein Einsatzspektrum reicht von der Herstellung von Siliciummetall über isolierende Keramiken und Leiterplattenlaminate bis hin zu Verkapselungsmassen. Jede Stufe dieser Kette erfordert eine eigene Reinheit und Korngröße.

Die grundlegendste Rolle des Quarzes in der Elektronikindustrie ist die als Ausgangsrohstoff der Siliciumkette. Quarz wird im Lichtbogenofen gemeinsam mit kohlenstoffbasierten Reduktionsmitteln zu Silicium metallurgischer Qualität umgesetzt; dieses Silicium durchläuft anschließend mehrstufige Raffinationsprozesse und erreicht so die hochreine Qualität für Halbleiter- und Photovoltaikanwendungen. Da die oberen Stufen der Kette sehr hohe Reinheit erfordern, sind bei der Rohstoffauswahl der SiO₂-Gehalt, die Verteilung der Verunreinigungen und die Konstanz der Korngröße ausschlaggebend.
Das zweite wichtige Einsatzfeld des Quarzes sind isolierende und strukturelle Bauteile. In Elektroporzellan und in technischer Keramik ist Quarz die Komponente, die der Masse Maßhaltigkeit verleiht und den Schwund beim Brand ausgleicht. In epoxidbasierten Leiterplattenlaminaten und in den Formmassen zur Verkapselung elektronischer Bauteile wird fein gemahlene Kieselsäure als Füllstoff eingesetzt, um den Wärmeausdehnungskoeffizienten zu senken, die Maßhaltigkeit zu erhöhen und die Wärmeleitung zu verbessern. In diesen Anwendungen sind die chemische Inertheit und die elektrische Isolationsfähigkeit des Materials entscheidend.
Quarz mit einem Schmelzpunkt von 1710 °C zeigt, zu Quarzglas erschmolzen, eine sehr niedrige Wärmeausdehnung, eine hohe Thermoschockbeständigkeit und Transparenz über einen breiten Wellenlängenbereich. Deshalb werden Ofenrohre, Tiegel, UV-Lampen und optische Komponenten für die Halbleiterfertigung aus Quarzglas gefertigt. Als Seyman Maden liefern wir granulierten und mikronisierten Quarz für die in dieser Kette angesiedelten Keramik-, Füllstoff-, Feuerfest- und Schmelzanwendungen; anwendungsspezifische Reinheits- und Fraktionsanforderungen werden projektbezogen bewertet.
Wichtigste Anwendungsbereiche
- Wertschöpfungskette von Siliciummetall und Ferrosilicium
- Elektroporzellan und isolierende Keramiken
- Füllstoff für Epoxidlaminate und Leiterplatten (PCB)
- Verkapselungs- und Formmassen für die Elektronik
- Quarzglas und technische Glaskomponenten
- Materialkette der Photovoltaik (Solarenergie)
- Hochtemperatur-Ofenteile und Tiegel