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Gießereisand

Gießereisand ist ein silicabasierter Quarzsand mit hoher Feuerfestigkeit (Hitzebeständigkeit) und kontrollierter Korngrößenverteilung, der bei der Herstellung von Formen und Kernen in der Metallgussindustrie verwendet wird. Er wird beim Guss von Eisen, Stahl, Aluminium, Messing und Bronze bevorzugt.

Gießereisand

Gießereisand ist ein kritischer Rohstoff, der der hohen Temperatur des geschmolzenen Metalls standhält, den Formhohlraum präzise beibehält und die Oberflächenqualität des fertigen Gussteils unmittelbar bestimmt. Dank seiner hohen SiO₂-Reinheit und des geringen Anteils an Verunreinigungen verringert er das Risiko von Sinterung und Anbackungen auf der Sandoberfläche während des Gießens.

Die AFS-Korngrößenzahl (American Foundry Society) ist das wichtigste technische Kriterium für Gießereisand. Bei Seyman Maden liefern wir Produkte, die auf Gussanwendungen für Eisen, Stahl, Aluminium und Messing zugeschnitten sind, mit 10 verschiedenen Fraktionsoptionen im Bereich von 15-120 AFS. Die Korngröße bestimmt die Oberflächenrauheit des Gussteils, die Gasdurchlässigkeit und die Formfestigkeit.

Gießereisand wird bei der Herstellung von Nassgussformen (Grünsand), Harzformen (No-Bake, Cold-Box, Shell) und Kernen eingesetzt und bietet dank seiner gewaschenen und gesiebten Struktur eine homogene Formleistung. Sein geringer Ton- und Staubgehalt optimiert den Verbrauch von Harz und Bindemitteln und reduziert Gussfehler.

Sandauswahl nach Formverfahren

Formsand ist kein einheitliches Produkt; das Bindersystem bestimmt, was Sie vom Sand erwarten. Beim Nassguss (green sand) wird der Sand mit Bentonit und Wasser gebunden; das System toleriert einen gewissen Feinanteil, entscheidend sind AFS und Kornverteilung. Bei Harzsystemen (Cold-Box, No-Bake, Shell) ist der Binder chemisch und seine Kosten hängen unmittelbar von der Sauberkeit des Sandes ab: Steigen Staub- und Tonanteil, steigt der Harzverbrauch mit, weil feine Körner die Gesamtoberfläche vergrößern und mehr Binder verlangen. Deshalb wird in Harzsystemen gewaschener, getrockneter und eng klassierter Sand bevorzugt.

Was ändert sich beim Kernsand?

Der Kern bildet die Hohlräume in der Form und ist beim Abguss an jeder Fläche von flüssigem Metall umgeben. Kernsand arbeitet daher unter härteren Bedingungen als Formsand: Er muss seine Form halten, ohne zu zerfallen, und sich nach dem Guss dennoch leicht entfernen lassen. Praktisch bedeutet das eine enge Kornverteilung und einen geringen Feinanteil. Bei breit verteiltem Sand füllen feine Körner die Zwischenräume, die Gasdurchlässigkeit sinkt und an der Kernoberfläche treten gasbedingte Fehler auf. Für Kernanwendungen werden meist unsere Körnungen im Bereich 50-70 AFS bevorzugt; je nach Wandstärke des Teils können auch feinere Körnungen zum Einsatz kommen.

Feinanteil, Ton und Feuchte: Drei Werte, die den Verbrauch bestimmen

Selbst bei richtig gewähltem AFS-Wert stimmt das Ergebnis nicht, wenn diese drei Werte falsch sind. Feiner Staub senkt die Gasdurchlässigkeit und erhöht den Binderverbrauch. Ton ist im Nassguss nützlich, stört in Harzsystemen jedoch das Katalysatorgleichgewicht. Feuchte beeinflusst in Harzsystemen unmittelbar Aushärtezeit und Bindefestigkeit; deshalb durchläuft unser Sand eine Wirbelschichttrocknung und die Feuchte wird vor dem Versand erneut gemessen. In harz- und säurekatalysierten Systemen wird zusätzlich der Säurebedarf (ADV) des Sandes maßgeblich — Karbonatrückstände verbrauchen den Katalysator. Wo dieser Wert für Sie kritisch ist, teilen wir die Analyse der zu liefernden Charge vorab mit.

Wichtigste Anwendungsbereiche

  • Eisen- und Stahlguss
  • Aluminium-, Messing- und Bronzeguss
  • Grünsand-Formsysteme
  • Herstellung von Harzformen und Kernen (No-Bake, Cold-Box, Shell)
  • Fraktionsoptionen im Bereich von 15-120 AFS
  • Hohe Feuerfestigkeit und geringe Gasabgabe
  • Automobil-, Maschinen- und Industriegießereien

Geeignete Produkte

GießereisandHäufig gestellte Fragen