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Quarzsand für die Glasindustrie

Quarzsand für die Glasindustrie ist der Quarzrohstoff mit hohem SiO₂-Gehalt und niedrigem Eisenanteil, der gewichtsmäßig den größten Teil des Glasgemenges ausmacht. In der Flachglas-, Behälterglas-, Glasfaser- und Handglasfertigung bestimmt er unmittelbar das Schmelzverhalten, die Wannenleistung und die Farbe des Endprodukts. Eine kontrollierte Kornverteilung und eine chargenübergreifend konstante Chemie sind Grundvoraussetzung dafür, dass der Glashersteller seine Gemengerezeptur unverändert fahren kann.

Quarzsand für die Glasindustrie

Glas entsteht im Wesentlichen durch das Erschmelzen von Quarzsand, Soda und Kalk bei hohen Temperaturen. Der Quarzsand ist dabei die Komponente, die das Netzwerk des Glases aufbaut; die übrigen Rohstoffe werden zugegeben, um die Schmelztemperatur zu senken und das Glas chemisch beständig zu machen. Der Schmelzpunkt von Quarz bei 1710 °C und seine Dichte von 2,65 g/cm³ zählen zu den Faktoren, die Betriebstemperatur und Energieverbrauch der Glaswanne bestimmen. Chemische Reinheit und Kornverteilung des Sandes wirken sich daher auf den gesamten Prozess aus – vom Gemengesatz bis zur Ziehlinie.

Der Eisengehalt ist in der Glasherstellung von entscheidender Bedeutung. Eisenoxid im Sand verleiht der Glasschmelze einen grünlich-bläulichen Farbstich und verringert die Lichtdurchlässigkeit. Deshalb wird für Flachglas, Behälterglas und insbesondere für farbloses Glas eisenarmer Quarzsand nachgefragt; auch weitere färbende Verunreinigungen wie Chrom und Titan werden überwacht. In den Quarzsandprodukten von Seyman Maden liegt der SiO₂-Gehalt über 98 % und der Fe₂O₃-Gehalt unter 0,1 %; die exakt erforderliche Reinheit und den Fraktionsbereich legen wir je nach Produktionsart gemeinsam fest.

Die Korngrößenverteilung bestimmt, wie schnell und homogen das Gemenge in der Wanne aufschmilzt. Zu feine Körner führen zu Staubbildung, Austrag und Verklumpung im Gemenge, während zu grobe Körner unaufgeschmolzen zurückbleiben und Steinchen- sowie Blasenfehler im Glas verursachen. Aus diesem Grund werden in der Glasindustrie eng gestufte, gesiebte Fraktionen einem breit verteilten Sand vorgezogen. Auch ein kontrollierter Feuchtegehalt ist wichtig, damit Verwiegung und Fließverhalten des Gemenges einwandfrei funktionieren.

Wichtigste Anwendungsbereiche

  • Gemenge für Flachglas und Float-Linien
  • Herstellung von Behälterglas (Flaschen, Gläser)
  • Glasfaser und Dämmstoffe
  • Handwerkliche Glasfertigung und Glasbläsereien
  • Tisch-, Küchen- und Beleuchtungsglas
  • Glasmosaik und Dekorglasherstellung
  • Wasserglasherstellung (Natriumsilikat)

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